Unter diesem Motto stand der Gottesdienst der Abiturientia der Euregio Gesamtschule in der Marienkirche. Nach der Begrüßung betonte Pfarrer Erich Schwager von der Johannesgemeinde, die Eltern müssten die Abiturienten jetzt los- und ziehenlassen. Pastoralassistent Sven Tönies von der Antonius-Kirchengemeinde kündigte die Ausgabe von Prayer-Boxen an jeden Abiturienten an. Dadurch sei Gott immer bei ihnen.

In der Aula der Euregio moderierten Ana Unterauer und Jonathan Kindervater unterhaltsam und gekonnt die Abschlussfeier. Zwischen den Redebeiträgen sorgten Naemi Fislage an der Gitarre und Annika Hagen am Cello hochklassig für musikalische Abwechselung.

Schulleiter Michael Sauerland freute sich, Bürgermeister Dr. Lüttmann, den Schulausschuss-Vorsitzenden Gude, die Elterpflegschaftsvorsitzende Waanders, den Förderverein-Vorsitzenden Gausmann und den SV-Sprecher Henning Pelster begrüßen zu können. Sauerland hoffte in seiner Ansprache, dass die Zeit von ca. 15200 Zeitstunden, die die Abiturienten in der Schule verbracht hätten, gut angelegt sei. Allerdings sei die  Zeit nach Albert Einstein und Stephen Hawking nichts Absolutes, sondern relativ, je nach Standort im Weltraum. Infolgedessen gab er den Abiturienten zahlreiche knifflige Fragen von Stephen Hawking mit auf ihren weiteren Lebensweg und wünschte sich Offenheit und keinerlei Ausgrenzung von ihnen. Sein Dank für den Erfolg der Abiturienten richtete sich schließlich an die gesamte Schulgemeinde.

Dr. Lüttmann hob die große Akzeptanz der Euregio in der Schullandschaft Rheines hervor. Die Abiturienten sollten sich nicht vor neuen Herausforderungen fürchten. Selbst ein Scheitern bedeute keine Sackgasse, sondern allenfalls einen Umweg.

Frau Waanders prophezeite, dass die Abiturienten jetzt um ihre Entscheidungen kämpfen müssten.

Dazu brauche es Mut wie ihn z. B. Elon Musk besitze. Den Abiturienten wünschte sie einen Mutausbruch oder mit den Worten Yodas „Mut haben Du müssen!“

Herr Gausmann bezog sich auf das Motto der Abiturienten „Die 90er gehen, die 00er bleiben“ und präsentierte einige technische Errungenschaften  der 90er: Gameboy, Disketten, Modem fürs Internet via Festnetzleitung mit zugehörigen Einwahlgeräuschen. Er machte den Abiturienten ebenfalls Mut, den Sprung zu wagen, vergleichbar dem erfolgreichen technischen Sprung über die Jahrtausendgrenze.

Henning Pelster überbrachte die Glückwünsche der Schülervertretung. Er würdigte die Leistung seiner Mitabiturienten in den Komitees, die seit Beginn der Qualifikationsphase den Abschluss erfolgreich vorbereitet hätten. Abschließend bedankte er sich bei allen beteiligten Lehrkräften für ihr großes Engagement.

Oberstufenkoordinator Dr. Jochen Wächter gab einen Rückblick auf den Verlauf der Abiturprüfungen. Dabei freute er sich über die zahlreichen guten und sehr guten schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen. Er beschrieb aber auch die Dramen, die sich manchmal wegen der einzelnen notwendigen Nachprüfungen abspielten. Besonders erfolgreich seien auch die sechs Abiturienten, die von ihrer Grundschule noch eine Hauptschulempfehlung erhalten hatten. Der Dank richtete sich schließlich an alle, die diese Erfolge erst ermöglicht hätten.

Vor der Zeugnisausgabe interpretierte der Abiturientenchor noch das Lied „Lass uns gehen“ von Revolverheld.

Jeder Absolvent wurde dann mit einer treffenden und unterhaltsamen Charakterisierung durch die Englisch-Klasssenlehrerin und Jahrgangsstufenleiterin Ulrike Sommer, Deutsch-Klassenlehrerin Verena Hohenhaus und  Mathe-Klasssenlehrer Stephan Steinhoff auf  die Bühne gerufen. Die vier Jahrgangsbesten mit einer Eins vor dem Komma wurden abschließend noch besonders geehrt.

Danach wurde die frisch gedruckte Abizeitung verteilt.

Die Festgemeinde begab sich anschließend zum abendlichen Abiball mit kühlen Getränken und üppigem Buffet.

Nach und nach trafen nun auch ehemalige Schüler der Euregio ein, um mitzufeiern. Der DJ steigerte schließlich die Lautstärke, so dass eigentlich nur noch Tanzen übrigblieb - unterbrochen von einem kühlenden Aufenthalt draußen. So feierte die Abiturientia bis in die frühen Morgenstunden.