Nach gut einer Woche im südlichen Afrika fällt die Zwischenbilanz des Projektes der Euregio Gesamtschule mehr als positiv aus. Wussten die Schüler*innen aus Rheine trotz langer Vorbereitung zu Beginn noch nicht so recht, was sie im über 8000km entfernten Walvis Bay erwartet, hieß es sich schnell mit den örtlichen Umständen vertraut zu machen.

Nach der Ankunft in der Landeshauptstadt Windhoek hieß es sich erst einmal akklimatisieren. Ein wenig Seightseeing war natürlich auch angesagt, aber die nachhaltigsten Eindrücke hinterließ die Unterkunft in Katutura, dem ehemaligen Township. Die Kooperative Penduka, in der durch Behinderung benachteiligte Frauen einen festen Arbeitsplatz finden und hochwertiges Kunsthandwerk fertigen, zeigte, mit welcher Kreativität die Menschen selbstständig ihr Leben meistern. Aber auch der Besuch der Deutschen Botschaft und die Erläuterungen des ständigen Vertreters, Herr Kinne, waren eine gute Vorbereitung für die 14- bis 18-jährigen Schüler*innen.

Die Partnerschule bereitete einen herzlichen Empfang und sofort bekam die Besuchsgruppe das Gefühl von Freunden empfangen zu werden. Neben dem Besuch des Unterrichts legte die Gruppe natürlich sofort mit den vorbereiteten Projekten los. Nach und nach entsteht ein Schulgarten mit Hochbeeten, Bewässerungsanlagen und Komposthaufen. Die Besonderheit ist, dass hierfür fast ausschließlich Materialien verwendet werden, die ansonsten auf dem Müll landen würden, wie z.B. alte Schulbänke, Einwegpaletten und sogar leere Colaflaschen und Milchpackungen. Da traf es sich hervorragend, dass der Präsident Namibias zu einem Reinemach-Tag aufgerufen hat. So konnten auch hier die deutschen Besucher*innen die namibischen Freunde tatkräftig unterstützen.