Schulgeschichte

Ich erinnere mich noch gut, wie ich im Juni 1990 im Zimmer des damaligen kommissarischen Leiters der Gesamtschule Rheine, Herrn Ludger Meier, stand, und mir durch den Dezernenten der Bezirksregierung Münster telefonisch mitgeteilt wurde, dass ich ab sofort die Leitung der Gesamtschule Rheine, so hieß unsere Schule damals noch, zu übernehmen habe. Ich freute mich einerseits sehr, hatte ich doch seit gut einem 3/4 Jahr auf diesen Tag hingearbeitet, andererseits wurde mir endgültig klar, welche Verantwortung ich da übernehmen wollte: Der Aufbau einer neuen Schule in einer Schulform, die meinen pädagogischen Erwartungen und Ansprüchen entsprach, die mir aber in der Praxis unbekannt war, ein Kollegium, von dem ich nur einige kannte, Schüler in einer Altersklasse, die ich seit etlichen Jahren nicht mehr unterrichtet hatte, Eltern, in ihrer münsterländischen Art mir durchaus vertraut, aber dennoch im einzelnen unbekannt. Als neuer Schulleiter kam ich in eine Schule, in der alle Beteiligten ihre Erfahrungen schon ohne mich gemacht hatten. Eine spannende, eine lohnende, eine schwierige Aufgabe.

Ein Zeitsprung und ein Ortswechsel: Heute, 20 Jahre nach Gründung der Schule, 10 Jahre nach dem Schreiben des ersten Artikels über die beiden ersten Jahre der Gesamtschule finde ich mich im Jahr 2009 wieder ... und zwar diesmal diesmal im Zimmer der heutigen Schulleiterin, Lisa Reckmann- Bigge, in "meinem" Schulleiterzimmer der Jahre 1991 – 2002. Uns vereint wieder eine Aufgabe: Ich soll und will über die Schuljahre 1991/92 bis 2001/02 und sie über die Jahre danach bis heute schreiben. Vor uns liegen Aktenordner mit den in dieser Zeit gesammelten Artikeln. Artikel in schier unüberschaubarer und kaum zu bewältigender Fülle!

Neue Anforderungen

Im Jahre 2002 gab Walter Hüsken symbolisch einen riesigen Schlüssel an mich weiter und damit die Aufgabe, sein Werk fortzusetzen. Die Aufbauarbeit war geleistet, Bewährtes konnte fortgesetzt und weiter verbessert werden. Aber bald wurden auch neue Anforderungen an die Schule herangetragen. Die Stadt Rheine suchte eine weiterführende Schule für den gemeinsamen Unterricht behinderter und nicht behinderter Kinder. Nach einem langen Informations- und Entscheidungsprozess übernahm die Overberg-Hauptschule diese Aufgabe.